Wir wohnen im Naturschutzgebiet Begatal

Die Rasse Piemonteser

Allgemeines:
Das Piemonteser-Rind ist eine mittelgroße, reine Fleischrasse, bei der sogar häufig Doppellender vorkommen. Da jedoch bei manchen Vatertieren leichte Geburten zu erwarten sind, sind diese auch gut für die Färsenvornutzung geeignet. Rassetypisch sind die neben den mächtigen Muskelmassen an Nacken, Schulter und Keule die relativ feinen Knochen. Dadurch bedingt ist eine Ausschlachtung von bis zu 65 % zu erwarten. Bei hohen Tageszunahmen kommen die Bullen auf ein Gewicht von 800 -1000 kg, die Kühe auf 600 - 700 kg. Die Piemonteser-Kühe sind hellgrau mit dunklem Flotzmaul, After und Scheide. Die Bullen sind insgesamt etwas dunkler, besonders die Schulter, Oberarme, Umgebung der Augen und Flotzmaul. Die Kälber werden rötlich-gelb geboren.

Zur Geschichte:
1848 fasste man in der Region Piemont mehrere Rassen, die großen, gelblichen Rinder der Ebene, den kleinen, roten bis strohfarbenen Demont- Schlag, das Albese-Rind, hier kommen die Doppellender her, sowie einen weiteren Schlag zu der Rasse Piemonteser zusammen. Es soll die einzige europäische Rasse sein, die Zebublut führt. Als Dreinutzungsrasse gezüchtet, verloren zunächst die Arbeitsleistung dann die Milchleistung ihre Bedeutung. So entstand der jetzige Fleischrindertyp. Die Hauptverbreitungsgebiete sind heute das westlichen Oberitalien, Nord- und Südamerika, Mittel- und Westeuropa sowie Australien, Neuseeland und China. Vorwiegend kommt jedoch in den meisten Ländern Sperma zur Gebrauchs- und Verdrängungskreuzung zum Einsatz.